Magdlen Gerhards Homepage

Bücher und Manuskripte

Hier ist mein aktuelles Buch und weitere Manuskripte.

 

Sprich nur ein Wort

Nach dem Verlust ihrer ersten Liebe hat sich die Buchhändlerin Felizitas von Kirberg mit ihrem Alleinleben arrangiert und geht ganz in ihrer Arbeit mit Büchern auf. Als ein Kunde mit ausländischem Akzent den Laden betritt und ein Gespräch mit ihr anknüpft, ist sie zum ersten Mal wieder bereit, sich auf Nähe einzulassen. Doch sobald die Rede auf die Vergangenheit kommt, verdüstert sich das Gesicht des Fremden und er ergreift die Flucht. Als Felizitas ihn dann noch mit einer anderen Frau sieht, begräbt sie ihre Hoffnung, ihn jemals wiederzusehen ...

Sprich nur ein Wort

 

Die unheimliche Reise ins Weltall

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Resie ins Weltall

Das Land Gestern

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Land Gestern

Weitere Kurzgeschichten

Großmutter und Du

Heute ist der 15. August sechs Uhr in der Früh. Die Sonne brennt trotz der frühen Stunde in mein Zimmer. Ich liege im Bett und wälze mich schon seit Stunden unruhig auf die
eine oder andere Seite. Wälze, ächze, wäre wohl der besser Ausdruck. Es ist stickig, obwohl alle Fenster weit offen sind.
Mutter warnte mich: „Es ist gefährlich die Fenster so weit zu öffnen, da kann jeder einsteigen und dich vergewaltigen!“
„Schau mich an“, meinte ich dann, „wer soll an mir, so wie ich aussehe, Spaß haben, außer dem Verursacherer.“ Schweiß rinnt in Strömen zwischen meinen Brüsten herunter, dann werden die Schweißperlen umgeleitet und tropfen stetig auf das gelbe Laken unter mir.
Mein gewölbter Bauch ist bei allem im Weg. Bald ist es geschafft und das Kind, mein erstes verlässt seine gemütliche Wohnung. Keine Bange ich werde es dir auch bei mir hier gemütlich machen. Ich freue mich auf dich!
Die Natur regelt alles erfolgreich auf ihre Weise, so auch die Zeit einer Schwangerschaft. Es beginnt mit der Feststellung: Du bist wirklich schwanger? Oder: Du bist schwanger! Danach beginnt bald die Zeit, dass man jeden Morgen andächtig über der Kloschüssel hängt.
Hat man die Phase der Übelkeit überstanden, stellt sich die Frage: Was wird es, wie soll es heißen, welches Bettchen, welcher Kinderwagen, wohin mit dem Wickeltisch, wer wird Paten? Erste Umstandsmode! In der entspannten Zeit baut man eine Beziehung zu dem Kind auf, vor allem wenn die ersten leisen Tritte zuspüren sind.
Dann langsam beginnendes Sodbrennen! Tolles Gefühl, eigentlich dürfte man gar nicht zunehmen. Monat für Monat wird man empfindlicher und bald steht einem ständig die Magensäure bis zum Hals. Nachdem was mir “erfahrene Mütter“ berichtet haben, werde ich direkt einen Termin beim Frisör festlegen, da das Haar des Kindes mindestens über den Po reichen wird, denn weise wie die “gestandenen Mütter“ sind, orakeln sie, wer sich mit Sodbrennen in der Schwangerschaft plagt, dessen Kind besitzt beim Eintritt in diese Welt Haare. Je stärker das Sodbrennen, desto mehr Haare. Wie gesagt, in meinem Fall langes Haar! Bei einem Mädchen wäre das hübsch, aber ein Junge, ich will doch kein verlottertes Kind großziehen.
Zum Schluss: Raedgymnastik, Schwerfälligkeit, Kurzatmigkeit, Senkwehen und dann, schließlich der spannendste Moment!        
Darum kreisen immer wiederkehrend meine Gedanken. Ein schwerer Waschtag, so beschreiben es die Älteren, nur heute erledigt das alles die Waschmaschine, also ist es kein wirklicher Vergleich. So leicht kommt man bestimmt nicht davon. Schon tappe ich wieder im Dunkeln. Oder die immer wiederkehrende Leier: Das haben schon so viele Frauen durch gestanden, du schaffst das auch! Welch tröstlicher Gedanke, - klar will ich das auch schaffen!
Wenn diese Hitze nur nicht wäre.
Vier Tage, dann ist der errechnete Termin, hoffentlich keine lange Warterei, mit täglichen Anrufen: „Und, tut sich schon etwas? Plagen dich Rückenschmerzen? Vielleicht wird es ein Esel!“ Ha, ha, ha, selten so gelacht, ich bin es doch selbst satt und neugierig wie du aussiehst, wie du dich anfühlst.
Endlich, in einer Stunde stehe ich auf. Früher lohnt es sich ja doch nicht, der Tag ist lang genug, auch da begleiten einen die ständigen Reden: Schlafe dich richtig aus, nachher kommst du nicht mehr dazu. Bald ist die Nacht für dich im Herrgottstau zu Ende usw.
Tolle, aufmunternde Reden, schön wenn man Schlaf findet, beim nächsten Kind verlege ich die Geburt in den Winter, dann ist es nicht so drückend heiß. Vielleicht findet man dann keinen Schlaf, weil es so kalt ist. Ich Idiot habe diese Schwangerschaft noch nicht einmal hinter mir und rede schon vom nächsten Kind. Klarer Fall vom Muttersyndrom! Das kann ja noch heiter werden.

 

Träume im Hotel

An einem regnerischen und eiskalten Abend, saßen Joe und Anne in ihrer armseligen Behausung, an der Ecke Hoemenstrasse und Straßburgeralle.
Behausung zu dieser Pappmachewohnung zu sagen, wäre glatt übertrieben. Aber für Menschen, die nur auf der Straße leben, bedeutet dieses Haus einen gewissen Reichtum. Notdürftig dichtete Joe das “Dach“ mit Plastiktüten ab, trotzdem drang die Nässe überall durch.
Nass und total durchgefroren, hockten sie auf einer Zeitung dicht aneinander gedrängt.
Joe sah mit seinen gelockten, dunklen Haaren wild aus, aber sein Gesicht war fein geschnitten und man sich die Mühe in seine Augen zu sehen, glaubte keiner, dass er einer Fliege etwas zuleide tun könnte. Groß, dadurch schlaksig, wirkte seine Figur.
Ganz anders war Anne, die klein und ein wenig füllig wirkte, mit Knopfaugen, in denen kleine Funken sprühten, wenn sie jemanden anschaute. Das betonten besonders ihre Sommersprossen, die durch den Schmutz nur leicht verdeckt waren. Heute trug sie einen Schal um ihren Kopf, um sich gegen  Kälte und Nässe zu schützen, aber überall lugte feuerrotes Haar hervor. Jeder bekam das Bedürfnis sie sofort zu knuddeln, sie weckte Beschützerinstinkte. Man musste sie einfach lieb haben.
Wieder einmal streifte ihr  Blick sehnsuchtsvoll das Badweiherhotel, das sich genau vis a vis, auf der gegenüberliegenden Straßenseite befand.
Jedem Außenstehenden kam das Hotel marode und verkommen vor. Sicherlich stammte es schon aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts und der Putz bröckelte von der Fassade. An den kleinen Balkonen fehlte zum Teil das Geländer. Die Rollläden lugten schief aus den Rolladenkästen hervor, einige hatten sich so verkantet, dass man sie nicht mehr hochziehen konnte. Die Gardinen sahen vergilbt aus und hingen nicht mehr richtig auf der Stange.  Blumen standen vertrocknet auf den Fensterbänken. Kurzum, kein normaler Bürger bezog dort Unterkunft. Es erinnerte eher an eine Absteige.
Aber auf Anne wirkte es anders. Darum träumte sie immer wieder von dem Hotel und malte sich die Räumlichkeiten in den schönsten Farben aus. „Wie die Zimmer wohl eingerichtet sind“, fuhr es ihr durch den Kopf. „Sicherlich mit einer alten, gediegenen Einrichtung.“ Automatisch fiel ihr ein Bett mit Baldachin ein. Schon überlegte sie, aus welchen Orten die Gäste anreisten und wie sie sich kleideten, was sie wohl speisten? An manchen Tagen ließen diese Träume, sie ihre eigene Situation vergessen, denn von ihrem Stammplatz, sah sie ja auf das Hotel.

„Hey Joe, mir ist so entsetzlich kalt. Dir auch?“ Schon wieder schniefte sie sich kräftig die Nase. „So ein Elend, das ich mich so erkältet habe! Im Sommer ist so ein Leben auf der Straße ja einigermaßen lustig, aber den Winter sollte man abschaffen!“, und schon wieder setzte eine heftige Niesattacke ein.

 

 

Weitere Wortspiele

Wer, wie, was oder wo?
Wer hat was, wie gesagt und wo?
Was kann wer uns sagen?
Wie, soll was fragen?
Wo ist wie oder was?
Wer wie meint, will was hören, doch wo ist wer?
Ohne wie läuft gar nichts, doch was ist die Richtung, wer soll sie halten, wo soll sie hin?
Man könnte auch meinen, was soll sie halten oder doch lieber, wie soll sie halten nein besser ist, wer soll sie halten und bitte schön wo soll sie halten?
Wer erzählt uns, was wie ist?
Wie berichtet uns, was wer zu sagen hat oder war es wichtiger, wo wer, wie zu uns spricht? Wie auch immer, wer was sagt, was ist wichtig?
Keiner wundert sich, was mancher wie von sich gibt.
Doch wer hört zu?
Und wie geht man damit um?
Wo öffnet man sein Ohr?
Wie verinnerlicht man, was wer sagt?
Oder ignoriert man, wer was von sich gibt?
Wie bedeutend ist, was jemand dazu macht?
Wer hört dann noch richtig zu? Wo wurde wer beeinflusst?
Was bewegt einen mehr?
Wie gut, wenn was offen bleibt, wer immer auch wie dahinter steckt.
Wo bleibt man selbst, bei soviel wer, was, wo oder wie?
Doch auf was sollte wer verzichten?
Gut, wie ist nicht wichtig, wenn man weiß, wer oder was man vor sich hat.
Doch andererseits würde sich auch wo erübrigen, wenn wer weiß, was man wie findet.
Wie sieht es mit was aus? Wenn wo informiert ist, wer wie ist, erübrigte sich das Was.
Mit wer ist es schwierig, denn wie, soll was wissen, wo jemand ist.
Also geht es doch nicht ohne wer, wie, was oder wo!

 

 

Oben, unten, hinten, vorne:
Oben ist nicht unten und vorne ist nicht hinten.
Doch wo fängt hinten an oder unten?
Steh ich hinten ist vorne hinten.
Bin ich vorne und gehe ich nach hinten, wo fängt dann hinten an?
Drehe ich mich, bin ich wieder vorne und vorne ist hinten.
Oben und unten ist schon besser verteilt.
Alles was über mir ist, ist oben, alles was unter mir ist, ist unten, das ist einleuchtend und klar.
Doch gehe ich die Treppe rauf verändert sich alles während ich gehe.
Das was oben ist, ist schon bald unten!
Im Flugzeug lasse ich noch schneller alles unter mir, was vorher über mir war, doch wehe es dreht sich in der Luft, so ist der Himmel unter mir und die Erde über mir.
Doch wie ist es im Leben, woran mache ich fest, wo ich stehe?
Bin ich zurzeit oben oder unten? Mancher sagt ich bin oben, doch andere flüstern, der steht doch unten.
Einige meinen sie wären unten, dabei stehen sie ganz oben aber merken das gar nicht.
Gehöre ich nach vorne oder bleibe ich besser hinten?
Eine Gewissensfrage, manchmal ist hinten besser, denn dort sieht man nicht so genau hin und doch behält man alles im Blick.
Aber oft ist der Stand ganz vorne genau richtig, denn alles ist direkt und nah.
Fazit, es kommt auf den Stand der Dinge an, ob man eher oben oder unten, vorne oder hinten ist, beziehungsweise besser sein sollte!